Autor Thema: Edelsteine Schätzen ?  (Gelesen 467 mal)

Offline trim vom Berg

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Edelsteine Schätzen ?
« am: 01. März 2017, 14:33:13 »
Hallo

Als mittlerweile anerkannter und leicht zu erkennender Zwerg in meiner Umgebung treten oft irgendwelche Leute mit "Edelsteinen" an mich heran, um diese zu schätzen.
Das fällt mir unendlich schwer.

Ich kenne OT eine ansehnliche Anzahl von Halb-Edelsteinnamen, deren esoterische Bedeutung und auch den einen oder anderen Begriff zum Schliff etc aber der Wert ?

Vielleicht können wir hier ein paar Ideen sammeln, wie man mit der IT Situation "könnt ihr den Wert dieses Edelstins/Metalls schätzen" umgeht und welche Fallstricke man bei der Beurteilung berücksichtigen muss.

Ich schildere kurz wie ich das mache:

1. Fakten sammeln.
Wie ist der Spieler an die Edelsteine gekommen und woher stammen sie?
War es eine Belohnung, oder lagen die irgendwo herum ?
Wie ist das Verhältnis zum Edelsteingeber zum Klienten?

Mit den gesammelten Fakten versuche ich zunächt einzuschätzen, ob es sich um wertvolle Steine handelt, der Besitzer übers Ohr gehauen worden sein könnte und wie extrem künftige Interaktionen zwischen Edelsteinursprung und dem Charakter enden könnten.
(Ein betrogener Söldner könnte den Edelmann bei der nächsten Zusammenkuft einfach umlegen weil er sich betrogen fühlt - das sollte man vermeiden)
So lange ich nicht der Meinung bin ausreichend Fakten zu haben untersuche ich den Stein und frage dabei den Kunden weiter aus.

2. Die eigene Aussage relativieren.
Ich fange eigentlich immer an mit: "Nun, ich bin kein wirklicher Experte, aber..."
Damit gebe ich dem Spieler die Gelegenheit mein Urtail einfach anzuzweifeln, wenn man in der Einschätzung völlig daneben liegt.
Dies ist insbesondere notwendig, wenn der "Kunde" sehr unglücklich nach der ersten Einschätzung ist. Mann kann gegebenenfalls aber auch noch mal nachlegen und den Wert nachträglich erhöhen (Weil zum Beispiel der Einschluss wertvoller ist als der umgebende Edelstein).

3. Fachwissen mit dem Spieler teilen
Es gibt bei der Beurteilung von Edelsteinen einfache Begriffe wie Einschlüsse, Risse, Farbtreue die aus Klunkern von utopischem Wert realistische und brauchbare Währung machen.
Man kann auch einen Edelstein aufwerten: Oh! Ein weißer Citrin - der Diamant der kleinen Leute. UNd dann tipps geben wie man den Halbedelstein einem einfältigen Mann als echten Diamanten unterjubeln kann...

4. Folgespiel generieren.
Der herzförmige Einschluss in dem Rubin macht den Stein als Schmuckstein eigentlich nahezu wertlos, aber in den Händen einer Hexe, die einen Liebestrank brauchen will...
Den Wert eines Steines hoffnungslos überschätzen (so dass ihn niemand kaufen kann, aber jeder haben will) und dann postwendend jedem in der Taverne von diesem unglaublichen Glückspilz erzählen.(Ihr ahnt wo das hinführt...)


Insgesamt empfinde ich das Edelstein schätzen als Eiertanz der Wahrsagerei, weil man relativ spontan im Dialog etwas einschätzen muss über dessen Ursprung und Konsequenzen man nur wenig Einfluss hat.

Wie handhabt ihr das so?

Offline Breena

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #1 am: 01. März 2017, 20:31:57 »
Find ich ne gute Idee da mal Zeug zu sammeln - frag mich auch immer wieder was man da alles machen kann und muss da definitiv Ausbauen was Wissen und Ausrüstung angeht auch.


Was 'wie viel ist der weeeheeert' angeht orientier ich mich grob an meinem Wissen um die Kosten die son Stein etwa haben würd wenn man ihn so kauft.   
Wenn ich weiß son zb walnussgroßer rosenquarz kostet etwa 2€ dann würd ich da vermutlich angeben: Jo, dafür könnteste zwischen 4 und 6 Kupfermünzen bekommen; auch wenns iwo was meh ist immer da mit Gegenwert zu rechnen, aber ich weiß ja nich wo mein Gegenüber den Stein OT her hat - gekauft? geschenkt bekommen? blaa? - und will da niemanden prellen und quasi unter Wert laufen lassen, deswegen sone vielleicht was großzügig wirkende Schätzung.  Und die Preis-range lässt ja immer noch offen für wie viel der Gegenüber das dann wirklich los wird, würds da generell auch immer unter 'das könntest du bekommen, aber ob dus bekommst.. is ne andere sache' laufen lassen - nich dass dann später Leute rumstehn und sich streiten und OT Stress haben noch weil se drauf bestehn was ich denen da gesagt hab.


Ne schöne Praktik wär vllt noch wirklich mit Gewichten arbeiten und die Edelsteine gegenwiegen die man da bekommt - a la: 10g Stein x sind 2 Kupfer wert zb.
Das sieht zumindest fesch aus.


Esoterischen Strunz würd ich als Zwerg eher raus lassen wenn ich da Leuten was erzähln sollte, so Kram wie 'Leg diesen Stein bei aufgehendem Mond ins Wasser um seine Heilende Wirkkraft zu nutzen' und bla passt mMn halt irgendwo nicht so wirklich zu Zwergen, das solln schön Elfen und Magienutzer den armen Leuten erzähln ;)
Auch mit verweisen auf Magienutzer tät ich mich was schwer - son 'den Stein kann man fürn Liebestrank brauchen'... das weiß Zwerg doch nicht, das kümmert Zwerg auch nicht find ich iwo... da würds dann eher über die Schiene laufen 'ach naja... Stein mit Einschluss... wert is der nich wirklich was... hier krisse dafür nix - aber versuchs ma bei den fingerfuchtlern, die kaufen doch eh jeden scheiß' o.ä.
 

Nen Problem beim Steine schätzen was immer ma wieder auftaucht - Leute kommen mit jedem Scheiß an 'ist das wertvoll?'
Highlight war bisher als uns ma nen Stück blaue Isomatte unter die Nase gehalten wurde mit der Frage was das denn für ein wertvoller Stein sei...  auch bunte Glaslinsen sind immer wieder sehr beliebt als 'Edelsteine' die Leute meist nicht nur geschätzt haben wolln sondern einem gern auch noch verhökern würden.. in erster Linie vermutlich weil es halt genug Ecken gibt wo Glaslinsen halt wirklich noch als Edelsteine und IT Währung genutzt werden...
Auch so gaaanz kleine Edelsteinsplitter sind irgendwie beliebt..  da kann Zwerg dann doch nix mit anfangen...
Da weiß man manchmal wirklich nichtmehr ob man da jetz Spielverderber sein soll der zb. sagt : 'Kind, das ist Glas - verkaufs an nen Glasbläser, aber erhoff dir nicht zuviel';  oder ob man darauf eingeht und dann bald wieder Leute an der Backe hat die sonstwas fürn 'Edelstein' geschätzt haben wolln und man am Ende der Con dann mit ner Truhe Glaslinsen aber absolut Kupferleer herum hockt.

Und nen Problem iwo ist halt auch - Leute wolln Steine in der Regel nicht nur geschätzt haben, sie wolln die einem dann auch gleich verkaufen und das kann und will man halt nicht immer.
Ist bei echten Steinen jetz nich so das Problem, wenn mans nich braucht kauft mans halt nicht, weils zb was nicht seltenes ist wie Rosenquarz, Bergkristall und Co das es 'im Berg' angeblich wie Sand am Meer gäbe.
Nur wenn die Orga da von sich aus irgendwelche Minerale, Erze oder Edelsteine ins Spiel bringt - die verständlicherweise oft aus angesprühten Kieseln bestehn - und Leute damit ankommen ists halt was blöd dann iwo die Anlaufstelle zu sein fürs schätzen lassen, weil Leute einem die angemalten Kiesel dann natürlich auch gern für teuer Geld verkaufen wolln weil IT ist es ja Gold/Mithril/blaa... worauf man sich natürlich seltenst einlässt.. weil warum? aber worauf man sich von der IT Logik her drauf einlassen müsste weil.. welcher Zwerg will kein Mithril oder Gold??  Und kommt halt blöd da ne Hand IT Gold oder Mithril bloß mit Kupfermünzen oder Silberpfennigen zu bezahln weils absolut unlogisch ist dafür sowas wertvolles abzugeben...  ...is halt komplizert...

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Offline Andra Kupferbart

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #2 am: 20. März 2017, 19:03:12 »
Frag doch mal bei Tamboran... aber nur von 10 bis 12 Uhr! ;)

Meine Meinung: verschiedene Geldbeträge verlangen für verschiedene Leistungen. Einmal draufgucken - X Kupfer. Ordentlich dargestellte Analyse mit Lupe, Pulverisieren, "aufkochen", vielleicht Fake-Spektroskopie mit Flammenfärbung durch Kupfer u.ä., Wiegen, Erhitzen mit Rauchpulvereffekt - je mehr und umso detaillierter (Angabe von Reinheitsgraden z.B.), desto mehr Kupfer. Was genau die Spezifikationen sind, das kann man sich ja, falls keine SL dazu was weiß, auch eigentlich prima aus den Fingern saugen, da braucht's nur etwas Fantasie.

Gutes Equipment: Goldwaage, kleine Zangen, feine Lederhandschuhe, Mini-Stövchen mit Kesselchen (dazu vielleicht kleine "Energiebrocken" aka Esbit o.ä.), Hämmerchen/kleine Picke, div. Glasflaschen mit Stopfen zur Aufbewahrung, aufgemotzte Juwelierslupe, für Warhammer-Zwerge vielleicht eine steampunkig-zwergige Schweißerbrille, IT-Bestimmungsbuch. Eigene Kiste für den Sums und man hat ne klasse Darstellung.
Für OT im Zelt ein richtiges Bestimmungsbuch, um schnell nachsehen zu können, was das eigentlich ist.

Die Standard-Steine sollte man in etwa kennen und sich im Vorfeld vielleicht bei der SL melden, um zu erfragen, ob es spielrelevante Rohstoffe gibt, die man den Spielern beurteilen kann, um dann nicht bei jedem neuen Stein zur SL rennen zu müssen.
Für eventuelle Warpsteine u.ä. Zuckerkulör bereithalten, um Besessenheit/Korruption auszuspielen. Kommt immer mal wieder vor. ;)
« Letzte Änderung: 20. März 2017, 22:51:21 von Andra Kupferbart »
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Offline trim vom Berg

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #3 am: 21. März 2017, 11:04:31 »
IT Bestimmungsbuch - so eine einfache Idee, das ich da nicht drauf gekommen bin... Da fang ich gleich mal mit an.

Offline Burin Goldblick

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #4 am: 19. Oktober 2017, 19:36:37 »
Oha, gerade dieses Thema gesehen, passt ja voll in mein geplantes Konzept. Deshalb nutze ich das hier mal, um meine Pläne darzustellen, vielleicht habt ihr ja noch gute Ideen als Ergänzung.

Zuerst würde ich den Spieler nah ranholen und ihn flüsternd fragen, was es IT darstellen soll (könnte ja auch ein Plot-Gegenstand sein oder sonstwie wichtig und ich rechne nicht damit, dass der Spieler eines Grafen einen echten rubinbesetzten Goldring im Wert mehrerer zehntausend Euro mitführen wird).

Dann zum IT Spiel
Erste Stufe: intensiv betrachten
Von allen Seiten, mit Lupe, in unterschiedlichen Winkeln gegen das Licht halten. Kurze Kommentare wie "goldener Ringkörper .... ein Smaragd im Treppenschliff ... filigrane Verwebungen ... ". Letztendlich also nur eine Beschreibung dessen, was ich sehe. Hier kann man auch gerne mal das Schmuckstück wiegen.

Zweite Stufe: Edelmetallbestimmung (sofern vorhanden)
Ich habe dafür meine Ausrüstung zur Überprüfung mit Prüfsäure (keine Angst, ich nutze selbstverständlich nur Wasser). Besteht das Schmuckstück aus mehreren einzelnen Elementen, kann man diese Prüfung für jeden einzelnen Teil durchführen. Dann schaue ich nochmal auf die Verarbeitung. Feinheit der Verarbeitung, Grate, ist es gegossen oder geschmiedet? Irgendwelche Besonderheiten wie z.B. das Meisterzeichen eines bekannen Goldschmieds etc.

Dritte Stufe: Edelsteinbestimmung (sofern vorhanden)
Zuerst messen von Größe und Gewicht. Dann wie intensiv die Färbung ist, ob es Einschlüsse und Risse gibt, Verfärbungen etc. und wie der Schliff ausgearbeitet ist. Zum Schluss betrachte ich die Fassung, wie gut der Stein in das Material eingearbeitet ist (sofern das relevant ist).

Vierte Stufe: Zusammenfassung
Alle vorangegangenen Ergebnisse werden zusammengefasst. Dabei ist letztendlich die IT-Bedeutung des Gegenstandes wichtiger als das, was tatsächlich vorliegt. Außerdem, ob es ein zwergischer Ring ist oder nicht. Anhand dessen überlege ich mir einen realistischen IT-Preis. Stücke, die nicht von Zwergenhand geschaffen wurden, kommentiere ich in etwa mit "für eine menschliche Arbeit nicht schlecht, es war zumindest kein Stümper. " Bei Zwergenwerken kommt die Frage auf, wie der Besitzer da ran gekommen ist. Anschließend wird die besondere Kunstfertigkeit gelobt.

Soweit mein geplantes Vorgehen. Ach ja, wegen des Handelsangebotes. Wenn ich kein Interesse daran habe das Teil zu kaufen, sage ich "Ich beurteile täglich mehrere dutzend Schmuckstücke und habe Zugang zu über tausend deutlich besseren, weil zwergische Arbeit. Also warum soll ich dir deinen abkaufen?"

Offline Odilis

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #5 am: 20. Oktober 2017, 19:38:57 »
WOW!!!!

Da will ich mal dabei sein...
Vernünftig sein kann ich später, alles andere sollte ich lieber gleich tun.

Offline Burin Goldblick

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #6 am: 21. Oktober 2017, 11:34:22 »
Nachtrag Altersbestimmung (hauptsächlich für mich ausgearbeitet, aber wenn der ein oder andere was davon übernehmen will, gerne doch).

Grundsätzlich ist das fast nur bei Edelmetallen möglich, bei Steinen ist das sehr schwer. Das liegt daran, dass sich Edelsteine grundsätzlich nicht mehr verändern, auch über einen Zeitraum von 30.000 Jahren nicht (Ausnahmen wären OT starke radioaktive Strahlung und IT die Einwirkung von Magie, göttlichen oder dämonischen Kräften etc). Auch Meisterzeichen oder ähnliche Wiedererkennungsmarken werden nicht in Stein geschliffen, sondern auf der Fassung angebracht. Daher kann man mit Steinen fast nichts bzgl. Altersbestimmung sagen, außer vielleicht ein besonderer Schliff, der seit den Zeiten des Großen Hastenichtgesehen nicht mehr angewendet wird.

Bei Edelmetallen sieht das ganz anders aus. Hier ist für die Bewertung des Alters auch der Fundort wichtig. War das Schmuckstück luftdicht versiegelt (z.B. in einer Erdschicht), lag es im Wasser (Fluss, unterirdischer See) oder hatte er Kontakt mit Luft, weil er beispielsweise in einer Schublade in einem verlassenen Haus lag? Das wäre meine erste Frage, wenn mir jemand etwas zum schätzen bringt.

Weiter zu den Merkmalen längerer Lagerung. Bevor ich den eiligen Leser mit zuviel Text langweile, hier die Kriterien stichpunktartig aufgelistet:
- Patina
- Kratzer, Beschädigungen etc.
- Formen und Muster
- ereignisbezogene Darstellungen
- eingestempelte Daten
- ... (Liste kann gerne vom Schwarm ergänzt werden)

Nun die genauere Beschreibung:
Als erstes fällt einem sicherlich eine Patina auf (oder eben nicht, wenn es ein junges Stück ist). Auch Edelmetalle laufen an, werden stumpf, verlieren ihren Glanz und verfärben sich geringfügig. Nur nicht so schnell wie beispielsweise Kupfer. Das wäre ein erster wichtiger Hinweis (abhängig von der Lagerungsart).
Dann haben alte Schmuckstücke viele Scharten, Risse und Kratzer. Edle Metalle sind sehr weich, weshalb es bei ihnen leichter zu Beschädigungen kommt (das ist auch der Grund, warum es sinnvoll ist, nicht immer hochreine Edelmetalle zu nehmen, sondern Legierungen, beispielsweise bei Kettenverschlüssen). Je höher der Edelmetallgehalt ist, desto weicher wird es, weshalb ich ggf. sogar eine Prüfung auf den Reinheitsgrad machen würde, wenn es mir sinnvoll vorkommt und die Zeit es zulässt.
Gegebenenfalls hat das Stück Muster, Formen oder Verzierungen, welche bestimmten Epochen und/oder Kulturen zugeordnet werden können. Hier kann man auch mal einen Völkerkundler oder Historiker ranziehen. Ist nicht mein Spezialgebiet (außer zwergische Verzierungen) und sowas fördert das gemeinsame Spiel doch sehr.
Ähnlich ist es auch bei ereignisbezogenen Darstellungen. Ist beispielsweise auf einer Medaille eine Schlacht gegen Orks dargestellt, kann man einen Historiker fragen, wann es in der Region Kriege gegen diese gab.
Deutlich einfacher ist es, wenn ein Datum eingestanzt ist (das Wort Datum kommt ja bekanntlich von dem lateinischen Wort dare=geben und heißt "gegeben (am)"). Das kann sowas wie "725 B.F." sein oder "im ersten Jahr der schwarzen Herrschaft..." und wäre dann ein ziemlich genauer Hinweis (oftmals aber nur unter der Lupe sichtbar, weshalb es noch kein anderer erkannt oder es für einen Kratzer gehalten hat  ;) )

Soviel erstmal meine Ideen. Mir fällt gerade auf, dass ich auch OT regelrecht aufblühe, wenn ich über sowas schreibe. Ich würde sagen: richtigen Beruf gewählt  8)

Offline Burin Goldblick

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #7 am: 22. Oktober 2017, 07:51:01 »
@Odilis:
Ist doch kein Problem. Bringe mir einfach mal was vorbei und ich prüfe es dir  :)

Offline trim vom Berg

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #8 am: 24. Oktober 2017, 11:41:52 »
Mir ist grade was nettes eingefallen:

Der nächste, der mich nach einem Stein fragt bekommt Konfliktspiel um die Ohren:

Ich werde ihm mitteilen, dass der Stein einen zwergischen Schliff aufweist, aber offensichtlich aus seiner Fassung gebrochen wurde.

Ihr ahnt wo das hinführt...

Offline Odilis

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #9 am: 27. Oktober 2017, 19:49:22 »
DAS ist gut ;D
Vernünftig sein kann ich später, alles andere sollte ich lieber gleich tun.

Offline Burin Goldblick

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Antw:Edelsteine Schätzen ?
« Antwort #10 am: 28. Oktober 2017, 08:42:41 »
Noch eine Idee, um jemandem zu begegnen, der einem ein Schmuckstück anbieten möchte. Ein bisschen goldenes Deko-Granulat  gibt's im Bastel- und Dekoladen für ein paar Euro pro kg. Beispiel:
http://www.candlecorner.de/product_info.php/info/p3476_Dekogranulat---Dekosteine--2-3-mm---1-kg--gelbgold-metallic.html
(Geht selbstverständlich auch mit Silber etc.)

Wenn jemand also was verkaufen möchte, bietet man an, es in Gold, Silber oder so aufzuwiegen, holt eine (Balken-) Waage hervor und wiegt es auf. Man hat IT einen guten Handel gemacht (geschliffene Edelsteine sind i.d.R. mehr wert als das gleiche Gewicht in unverarbeitetem Gold), ein kleines bisschen Spiel erzeugt und die Münzen bleiben dennoch im Beutel.

Ob der eigene Char jetzt regelmäßig mit unverarbeitetem Gold rumläuft, muss natürlich jede(r) für sich selber entscheiden.